Deutsch Deutsche Sprache
  Leserkommentare zur Deutschen Sprache     

Herder-Zitat         Johann Gottfried Herder (1744-1803)

       
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Nicht nur gender-gerecht – auch „tiersensibel“ sprechen

Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung der Tierschutzorganisation Peta, findet die Bezeichnung „Ratten der Lüfte“ „diskriminierend, verschleiernd und entwürdigend für die angesprochenen Lebewesen“. Deshalb hat die Institution diesen Ausdruck mit dem Negativpreis „Unwort des Jahres 2017“ gewürdigt. Denn diese Bezeichnung sei gleich „doppelt tierfeindlich“, da sie Vorurteile gegen die Nagetiere bekräftige und diese „negativen Gefühle auf Stadttauben projiziere“. Langfristig möchte Peta mit seiner Initiative den Sprachgebrauch tierfreundlicher gestalten, auch Worte wie „blöde Kuh“ oder „Saustall“ sollten dabei nicht mehr abwertend benutzt werden. (mb)

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Grußwort zum Kulturnachmittag und Vortrag

von Ute Reinhart-Kemm

 

„Unsere Sprache – ein sommerlicher Garten“

Vortrag von Wolfgang Moeller

 

„Die deutsche Sprache“

von Robert Walser

 

Anglizismen Die Sprache der Kirche

 

Kulturnachmittag Deutsche Sprache

(Einige Vorträge dieser Veranstaltung sind links als pdf-Dateien abrufbar)
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Özoguz 2 Özoguz 1

Unglaubliches von unserer (muslimischen) „Integrationsbeauftragten“ Aydan Özoguz, die u.a. auch der Ansicht ist, daß unser Zusammenleben mit den Zuwanderern „immer neu ausgehandelt werden muß“.

(Von Hindus, Buddhisten, Taoisten, Shintoisten, Juden werden derartige Forderungen nicht gestellt.)

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Der Verfall der Rechtschreibung – bald ein unumkehrbarer Prozeß

Rund ein Drittel der Neuntkläßler in Rheinland-Pfalz erreichte nicht einmal die weichgespülten Regelstandards. Diese Regelstandards bestanden nämlich nicht aus einem anspruchsvollen Diktat, sondern aus einem Lückentext. Es geht dabei um die vom Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reichen inspirierte Methode „Schreiben nach Gehör“ beziehungsweise „Lesen durch Schreiben“, mit der die Kinder unter Zuhilfenahme einer Anlauttabelle das Schreiben lernen sollen. „Di foirwer retete eine oile aus dem Stal“ – lt. FAZ „eine Zumutung fürs Gehirn“, weil es dem Gehirn leichter fällt zu üben, als falsch Gelerntes zu korrigieren.

(hier mehr zum Thema)

Schreiben nach Gehör >

Schreiben nach Gehör
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Journalisten und die Deutsche Sprache:

DLF, 24.8.2017, Sendung Marktplatz zum Thema „Mobbing am Arbeitsplatz“:

„… dann kommt der Arbeitnehmer in ein under-prerforming oder low-performing.“

ZDFinfo am 6.9.2017 15:28 Uhr:

„… im wording-Setzkasten der Verschwörungstheoretiker …“

 

 

DLF 15.9.2017, Sendung Lebenszeit

„Wann haben Sie zuletzt einen nine-to-five-Arbeitstag gehabt?“

„Wie groß ist die work-life-balance?“

Nordwestradio, 11. August 2017:

„.. und um 10:15  hören wir Rezept-Tipps von unserem Food-Kolumnisten …“

DLF-Korrespondent am 9. Mai 2017 in Informationen am Morgen:

„… Macron ist ein glänzender Netzwerker … äh … networker, pardon!“

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Büstenhalterinnen

fresh_belegt
   
Deutschtest

 

Polizeianwärter fallen durch

Jeder dritte Polizeibewerber in Baden-Württemberg fällt durch den Deutsch-Test. 2016 seien von den 3.350 Polizeianwärtern 1.150 Bewerber an der Sprachprüfung im Einstellungsverfahren gescheitert, berichtet die Heilbronner Stimme. Im Jahr zuvor seien etwa 900 von 2.400 Anwärter bei Test durchgefallen.

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Professx“ Lann (eigentlich Antje) Homscheidt, die an der Berliner Humboldt-Universität „Geschlechterstudien“ lehrt, möchte einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge weder als Frau noch als Mann angesprochen werden, was früher als unhöflich gegolten hätte. Es gebe nämlich viele Geschlechter, und die sollten auch in der Sprache sichtbar gemacht werden.

Arno Frank (taz): „... von Hornscheidt vorgeschlagene Formen sind ‚elitärer Neusprech‘“.

Rund 75 Professoren forderten die Berliner Wissenschaftssenatorin auf, Hornscheidt mit sofortiger Wirkung von der Universität zu entfernen".

Thomas Paulwitz (DSW): „Entlaßt die Genderprofessoren!“

Hornscheidt  

Prof. Antje „Lann“ Hornscheidt

Sprachtabelle

Rechts der Leitfaden für "antidiskriminierende Sprachhandlungen" der "AG Feministisch Sprachhandeln" der Humboldt-Universität Berlin. (Für vergrößerte Darstellung auf die Tabelle klicken.)

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„Die Sprache vor die Menschinnen werfen“,

dies sei der nächste Akt in dem Prozeß, das Niveau der geschriebenen Sprache dauerhaft zu senken, das schrieb der große Dichter Reiner Kunze 2014. „Menschinnen“ – mit diesem Wort kennzeichnet Kunze trefflich das verheerende Werk der Genderisten und Sprachfeministen.

„Student*innen“, „Student_innen“, „Professx“, „Mitarbeitas“, „Studierxs“, „Bürger_innensteig“, „Verbraucher*innenschutz“, „Mitgliederinnen und Mitglieder“, „Elterinnen und Eltern“ …

(hier zum Artikel der DSW)

„Muslime“ oder „Mohammedaner“

„Der Grund, warum diese Bezeichnung nicht nur neutraler sondern auch treffender ist: Der sogenannte Islam, den ich Sie bitten möchte, werte Leser, zukünftig als Mohammedanismus zu bezeichnen, ist eine Religion, eine Ideologie, die mit Mohammed steht und fällt und sich um diesen einen Mann dreht.“ (hier zum pdf-Artikel)

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Aufnahme der deutschen Sprache in die Landesverfassung

Anlässlich des AfD-Antrags zur Aufnahme der deutschen Sprache in die Landesverfassung Brandenburgs brachte der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Steffen Königer den uns in Form von „Denglisch“ aufgezwungenen Sprachmüll in bekannt launiger Art auf den Punkt: „100 Anglizismen in 200 Sekunden” (hier zum Video)

 

Steffen Königer

Steffen Königer (AfD)

 

Deutsche Sprachwelt Verein Deutsche Sprache

 

Anglizismenindex

Der Anglizismen-Index des VDS ist eine Orientierungshilfe für alle, die deutsche Texte mit englischen oder pseudoenglischen Ausdrücken nicht verstehen oder sie ablehnen und auch für jene, die Anglizismen in eigenen Texten möglichst vermeiden wollen. Er setzt einem Anglizismus eine deutschsprachige Ent­sprechung entgegen.

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Dank der Hilfe Hunderter Sprachfreunde aus aller Welt wurden sie in kurzer Zeit gefunden:

1.000 Gründe für die deutsche Sprache

Diese Liste hatte die Deutsche Sprachwelt zum Tag der Muttersprache am 21. Februar 2010 begonnen. (Bisher gesammelte Gründe: hier)

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Appell zur Wiedergewinnung der Einheit in der Rechtschreibung

Frankfurter Erklärung nach 20 Jahren Rechtschreibreform

Johanna Wanka (2005 Präsidentin der Kultusministerkonferenz, heute Bundesbildungsministerin) hatte 2006 im Spiegel zugegeben: „Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden."

„Leichte Sprache“ – Pidgin-Deutsch für alle

Seit etwa einem Jahrzehnt ist die „Leichte Sprache“ in Internetauftritten, Broschüren und Publikationen staatlicher Einrichtungen, Behörden und öffentlicher Organisationen auf dem Vormarsch. Der „Deutsche Bundes-Tag“ hat ein Angebot in „Leichter Sprache“, das „Bundes- Ministerium für Arbeit und Soziales“ (BMAS) hat „in Zusammen-Arbeit“ mit dem „Netzwerk Leichte Sprache“ einen Ratgeber dazu erstellt; wenn es nach den bayerischen Grünen geht, sollen Wahlunterlagen und anderes grundsätzlich so abgefaßt werden. Das Pisa-Problemland Bremen hat das bei der letzten Bürgerschaftswahl zum Befremden seiner Bürger schon mal vorexerziert. Die „Übersetzung“ der Wahlunterlagen hat das Land Bremen sich 50.000 Euro kosten lassen.

(hier zum vollständigen Artikel)

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Die schwere Last der leichten Sprache

Wenn die Bildung im Eimer ist, sollte man den Wasserhahn reparieren

 Von Wolfgang Hildebrandt

… „Am 10. Mai ist die Wahl von der Bremischen Bürgerschaft. Und die Wahl vom Beirat. In diesem Heft sind zwei Hefte. Die Hefte sind Muster-Stimm-Zettel. Das weiße Heft ist von der Bürgerschaft. Das gelbe Heft ist für die Wahl von dem Beirat. …“ (Artikel als pdf)

Schwesig_Leichte-Sprache

„Das Bundesprogramm “Demokratie leben!” unterstützt Initiativen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürgern in ganz Deutschland, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen.“

Eines der Anliegen dieser (vorwiegend linken) Initiative ist es „Demokratie“ zu erklären. Diese Erklärung hat es in sich. Sie ist etwas für Bildungsferne von offenbar Bildungsfernen. Die Seite „Leichte Sprache“ soll in einer ebenso leichten die Demokratie erklären. Ein Beispiel dafür gibt es auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).  (hier einige Beispiele)

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lightkultur

 

Viele Bewerber scheitern im BKA an Rechtschreibtest

Lediglich 62 der ursprünglich vorgesehenen 120 Kommissaranwärter haben in diesem Jahr (2016) ihre Ausbildung beim Bundeskriminalamt (BKA) begonnen. Grund dafür ist vor allem der Rechtschreibtest im Aufnahmeverfahren, an dem viele der Bewerber lt. Spiegel trotz Abitur gescheitert seien. „Die Hürden bei der Aufnahmeprüfung wurden schon in den vergangenen Jahren bei der Polizei in den Ländern und beim Bund gesenkt“, sagte der BDK-Vorsitzende André Schulz dem Magazin. Wenn auch der Deutschtest vereinfacht werde, müsse man sich fragen, „was mit unserem Bildungssystem nicht in Ordnung ist“.

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„Meinst du misch? Isch möschte das nischt !“
Von Küchentichen und Gechichten

von Wolfgang Moeller (pdf-Datei/449kB)

 

90 % zu 5 %: Dominanz englischer Musiktitel im Rundfunk

Der regional sehr populäre Rundfunksender Radio Bremen 1 strahlt unter dem Motto „Die größten Hits - die schönsten Oldiesbei seiner Auswahl aus der Musik der letzten vier Jahrzehnte auffällig wenig deutschsprachige Titel aus. Das Programm richtet sich musikalisch in erster Linie an Menschen ab 40 Jahren. „Das wichtigste aber ist“, so der Leiter der verantwortlichen Musikredaktion Klaus Nelhiebel, „daß der Sound der Musik zu Bremen Eins passt. Wir sind ein Programm, das sich an Oldies orientiert. Wir spielen Musik für Leute, die diese Songs in ihrer Jugend gerne gehört haben. Die Hits, mit denen sie groß geworden sind. Es gibt aber auch aktuelle Musik, die im Stil und Anmutung hervorragend zu dem Sound von Bremen Eins passt.“ In einem Gespräch schätzte Musikchef Nelhiebel das Verhältnis auf etwa 90 % englischer zu 5 % deutscher Titel. Man ginge bei der Auswahl nach den Wünschen der Hörer, doch träfe er schließlich die Entscheidung, was gesendet wird.

Wolfgang Moeller/Idee&Bewegung, Heft 82/2008

 

Das war im Jahre 2008 – und ist heute nicht besser. Warum keine Musik aus den Schätzen der französischen, italienischen, spanischen, skandinavischen, lateinamerikanischen Kultur???

Radio Bremen

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Wert und Pflege der Sprache
diverse Autoren / I & B Wolfgang Moeller

 Inhaltsverzeichnis
Idee und Bewegung
Fraktur –
ein gebrochenes Verhältnis zur gebrochenen Schrift
von Wolfgang Moeller (pdf-Datei/9,4 MB)
 
Fraktur
  Einige Schriftbeispiele in Fraktur und Sütterlin
   
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„... staatlich legitimierte Legasthenie“

Rechtschreibreformierung versus Rechtschreibdeformierung
von Wolfgang Moeller  (pdf-Datei/219kB)

Wirklich endgültig?

Rechtschreibung – die Wahl zwischen der verwirrenden „Verbindlichkeit“ in Reformwörterbüchern und „Bewährtem“ in alternativen Normalwörterbüchern

Wolfgang Moeller in Idee&Bewegung, Heft 76 (pdf-Datei)

   
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Die Tageszeitung „Die Welt“ zog am 31. Juli in der Druckausgabe und am 3. August 2009 in der Netzausgabe zur Rechtschreibreform Bilanz:

Die Leidtragenden sind die Schüler

Von Dankwart Guratzsch
Im verflixten 13. Jahr nach der umstrittenen Rechtschreibreform legen Duden und Wahrig parallel zwei neue deutsche Wörterbücher vor und bescheinigen damit ungewollt der größten Umstellung der deutschen Schriftsprache seit Konrad Duden ihr völliges Scheitern. Denn statt einer gemeinsamen Orthographie - also Richtigschreibung - für das Deutsche präsentieren sie zwei. Das bereits bestehende Rechtschreibchaos wird dadurch fortgeschrieben, und der von der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Koordination eingesetzte Rat für deutsche Rechtschreibung schweigt. [...]
Als Hauptleidtragende der inzwischen mehrmals nachgebesserten Rechtschreibreform macht die Redaktion der reformkritischen Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT die Schüler aus. „Nicht die Schüler sind zu dumm für die Neuregelung, sondern umgekehrt ist die Rechtschreibreform zu dumm für die Schüler“, so Chefredakteur Thomas Paulwitz. Tatsächlich hat der saarländische Germanist Uwe Grund jüngst nachweisen können, daß die Reform ihren Hauptzweck, die Vereinfachung der Rechtschreibung, gerade bei den Heranwachsenden verfehlt. [...]

Zu den vollständigen Beiträgen der WELT hier und hier.

Rechtschreibdebatte (hier lesen)

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Die deutsche Sprache:
- Unsere Sprache - ein sommerlicher Garten
- Pidgin-Deutsch bei Bahn und Telekom
- Politiker-Kauderwelsch
- Die Pflege der deutschen Sprache
- An die deutsche Sprache (Jorge Luis Borges)
- Gesetz über den Gebrauch der französischen Sprache
- Gesetz zum Schutz der polnischen Sprache
von Wolfgang Moeller  (
pdf-Datei/277 kB)

Resolution zur Wiederherstellung der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung

Welttag des Buches 2004: Prominente fordern Rücknahme der Rechtschreibreform
Zu den Unterzeichnern der von der DEUTSCHEN SPRACHWELT verbreiteten Resolution gehören unter anderem Schriftsteller wie Reiner Kunze und Siegfried Lenz und der Schauspieler Manfred Krug.

(Zur Resolution der DSW)